Versorgungskettenmatrix

Die Versorgungskettenmatrix wird auch unter dem Begriff Supply Chain Responsiveness Matrix geführt. Sie wird verwendet, um den Zusammenhang zwischen Beständen und der Wertschöpfungszeit darzustellen.[1] 

Ziel

Ziel der Versorgungskettenmatrix ist es bildlich darzustellen, wo innerhalb der Versorgungskette Überproduktion besteht.[2]  Auch soll mit dieser Darstellung erkannt werden, an welchen Stellen des Prozesses zu hohe Bestände und somit Verschwendung entsteht.[3] 

Aufbau und Erstellung

Die Versorgungskettenmatrix zeigt zwei Achsen, auf der x-Achse wird die Bearbeitungsdauer der einzelnen Prozessschritte angezeigt, auf der y-Achse wird die Lagerdauer aufgetragen. Die Darstellung besteht aus verschieden großen Feldern, die die einzelnen Prozessschritte symbolisieren. Diese sind in einem Koordinatensystem aufeinandergestapelt und bilden so die Lager- und Bearbeitungszeiten ab. Auch Vorgänge, die keine Bestandsdauer haben, aber dazu dienen die Bestände von einem Prozessschritt zum nächsten zu bringen werden dargestellt. Hierzu zählt zum Beispiel das Verpacken. Die Zeiteinheit, in der die Dauer angegeben wird ist Tage.[4] 


Abb1.: Beispieldarstellung einer Versorgungskettenmatrix

Erkenntnisse

An der Größe der einzelnen „Prozesskästchen“ kann nun gesehen werden, welcher Prozessschritt besonders hohe Bestände und Bearbeitungszeiten hat. Solche Prozessschritte sollten näher betrachtet werden, denn diese besitzen Verbesserungspotential.[5] 
Bei dem Beispiel aus Abb.1 ist das Hauptlager der Faktor mit dem meisten Verbesserungspotential, hier kann nun überprüft werden, warum die Bestandsdauer so hoch ist, und ob diese eventuell reduziert werden kann. Außerdem lässt sich, ähnlich wie bei der Wertschöpfungsanalyse, das Verhältnis zwischen wertschöpfender und nicht wertschöpfender Zeit bilden und somit der Wirkungsgrad bestimmen.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Die Darstellung ist sehr leicht zu verstehen.
  • Große Bestände werden sofort erkannt.
  • Verbesserungspotentiale werden aufgezeigt (Stellen der Verschwendung).

Nachteile

  • Gründe für höhere Bestände wie zum Beispiel Risikominimierung oder Käufe auf Grund von Mengenrabatt werden hier nicht berücksichtigt.

 

Quellennachweise

1.  http://en.wikipedia.org/wiki/Supply_chain_responsiveness_matrix , 8.5.2012 [↑]

2.  K. Magnusson et. al.: Six Sigma umsetzen, München 2004 [↑]

3.  http://www.leanyourcompany.com/analyze/Supply-Chain-Responsiveness-matrix.asp , 8.5.2012 [↑]

4.  http://www.deloitte.com/assets/Dcom-Global/Local%20Assets/Documents/scmpart2%281%29.pdf , 8.5.2012 [↑]

5.  http://www.deloitte.com/assets/Dcom-Global/Local%20Assets/Documents/scmpart2%281%29.pdf , 8.5.2012 [↑]