SIPOC

SIPOC dient der Prozessbeschreibung auf der Makroebene. Es ist ein Werkzeug, welches eingesetzt wird um einen bestimmten Prozess im groben darzustellen. Dazu werden nur die wichtigsten Prozessschritte mit Ihren Eingangsfaktoren (Inputs) und Ergebnissen (Outputs), unter Betrachtung gezogen.

Die Beschreibung erfolgt hierbei aus der Kundensicht, die interne Betrachtung wird bewusst außeracht gelassen. Ferner werden nur Ist-Prozesse betrachtet, d.h. Momentaufnahme eines Prozesses und nicht der Soll-Zustand. Werden für den gleichen Output unterschiedliche Prozesse angewandt, z.B. Regions- oder Abteilungsabhängige Unterscheidung, so muss für jede existierende Konstellation ein SIPOC erstellt werden.[1] 

Sein Einsatz erfolgt überwiegend im Lean Management in der Define-Phase.

SIPOC lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

SIPOC

Vorgehensweise

Die Prozessbeschreibung mit SIPOC wird in einer Teamarbeit erstellt. Dabei steht am Anfang die Identifikation des Outputs aus Kundensicht und danach folgt die Bestimmung der Kunden (Empfänger des Outputs) und der Lieferanten (tätigen den Input). Aufgrund der Umgekehrten Vorgehensweise wird SIPOC auch COPIS genannt. Hiernach werden die Prozessschritte ermittelt.

Schrittfolge

Schrittfolge[2] 

Hilfestellung bei der Prozessbeschreibung

Hilfestellung bei der Prozessbeschreibung[3] 

SIPOC-Diagramm

SIPOC-Diagramm

Beispiel

SIPOC Bsp

Beispiel für SIPOC abgeleitet aus einem Reparaturprozess-Projektes[4] 

Nutzen

  • Arbeitsteam wird dazu angehalten sich mit den Inputs der Lieferanten und den Kunden der Outputs auseinander zu setzen
  • Transparenz des Prozesses und einheitliches Verständnis
  • Fokussiert die relevanten Prozessschritte und dient damit als Grundlage für die Eingrenzung des Project Scope
  • Grundlage zur Ermittlung von Messpunkten in der Measure-Phase[5] 

 

Quellennachweise

1.  Helge Toutenburg,Philipp Knöfel, Ingrid Kreuzmair,Michael Schomaker,Dietmar Williams-Boeker : Six Sigma: Methoden und Statistik Für Die Praxis, 2009, S. 66f [↑]

2.  Helge Toutenburg,Philipp Knöfel,Ingrid Kreuzmair,Michael Schomaker,Dietmar Williams-Boeker : Six Sigma: Methoden und Statistik Für Die Praxis, 2009, S. 67f [↑]

3.  Helge Toutenburg,Philipp Knöfel,Ingrid Kreuzmair,Michael Schomaker,Dietmar Williams-Boeker : Six Sigma: Methoden und Statistik Für Die Praxis, 2009, S. 68 [↑]

4.  Helge Toutenburg,Philipp Knöfel,Ingrid Kreuzmair,Michael Schomaker,Dietmar Williams-Boeker : Six Sigma: Methoden und Statistik Für Die Praxis, 2009, S. 68 [↑]

5.  Helge Toutenburg,Philipp Knöfel,Ingrid Kreuzmair,Michael Schomaker,Dietmar Williams-Boeker : Six Sigma: Methoden und Statistik Für Die Praxis, 2009, S. 69 [↑]