Portfoliodiagramm

Das Portfoliodiagramm stellt mehrere Objekte systematisch vergleichend gegenüber. Es werden verschiedene Kriterien ausgewählt, gewichtet und zur Bewertung angewendet. Eine Gesamtentscheidung kann so in viele kleine Einzelentscheidungen aufgeteilt werden. Die Gegenüberstellung erfolgt qualitativ.[1] 

Beschreibung

Zunächst werden Objekte, zum Beispiel einzelne Prozesse festgelegt, die für einen Vergleich herangezogen werden sollen.

Sind diese gewählt, gilt es nun die Kriterien zu bestimmen, nach welchen die Prozesse bewertet werden sollen. Die beiden Kriterien werden dann in das Achsenkreuz eingetragen. Zusätzlich müssen Maßgrößen und Berechnungsweisen für die Kriterien definiert werden. Es kann qualitativ bewertet werden, zum Beispiel: “niedrig“, “mittel“, “hoch“, oder die Maßgrößen bestehen aus vielen Einzeldaten.[2] 

Sind die Maßgrößen bestimmt, werden sie nun für die zu bewertenden Prozesse ermittelt. Hierbei können auch Schätzungen verwendet werden, falls die Daten nicht direkt vorliegen. Die Werte werden in das Achsenkreuz eingetragen, hier kann man die Größe der Eintragung variieren und damit ein drittes Kriterium zur Beurteilung ermöglichen. So könnte zum Beispiel ein ziemlich teurer Prozess größer eingetragen werden als die günstigeren. Der Übersicht wegen bietet es sich nun noch an das Portfolio in 4 Felder zu unterteilen.[3] 

Damit ist die Erstellung abgeschlossen. Nun kann anhand des Portfoliodiagramms Rückschlüsse gezogen und Ziele definiert werden.

Beispiel


Beispiel für ein Portfoliodiagramm [4] 

In diesem Portfoliodiagramm sind die Prozesse 1 bis 6 den verschiedenen Quadranten zugewiesen worden. Zum einen lässt sich so erkennen, inwieweit ein Prozess noch verbessert werden kann und muss (x-Achse: Verbesserungsbedarf), zum anderen wird die Bedeutung für den Unternehmenserfolg dargestellt (y-Achse: Bedeutung für Geschäftserfolg). Durch die Größe der Kreise kann z.B. angezeigt werden, wie teuer ein Prozess im Gegensatz zu den anderen ist. Wie hier dargestellt, könnten z.B. Prozesse die sich im 3. Quadranten befinden, also nur wenig Verbesserungsbedarf aufweisen, allerdings für den Geschäftserfolg auch nur wenig Bedeutung haben, extern angeboten werden. Prozesse im 2. Quadranten benötigen demnach keine Veränderung, während Prozesse des 1. Quadranten noch verbessert werden können. Bei Prozessen im 4. Quadranten würde sich Outsourcing anbieten, da hier neben dem Verbesserungsbedarf noch die geringere Bedeutung für den Unternehmenserfolg hinzukommt.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

Ein Vorteil besteht in der Möglichkeit, eine große Menge an Informationen zu verdichten, und vor allem durch die Visualisierung gelingt es mehr Übersicht zu erlangen.[5] 

Nachteile

Es können leicht falsche Schlussfolgerungen entstehen, nur durch zum Beispiel eine falsche Positionierung. Außerdem muss bei der Auswahl der zu vergleichenden Objekte oder Prozesse vor allem auf die eindeutige Vergleichbarkeit geachtet werden.[6] 


 

Quellennachweise

1.  Portfoliodiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/portfolio-271631.html?search.highlight=Portfolio Stand: 13.05.2012 [↑]

2.  Portfoliodiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/portfolio-271631.html?search.highlight=Portfolio Stand: 13.05.2012 [↑]

3.  Portfoliodiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/portfolio-271631.html?search.highlight=Portfolio Stand: 13.05.2012 [↑]

4.  Portfoliodiagramm. http://www.weka.de/qualitaetsmanagement/4068632-Portfoliodiagramm.html Stand: 13.05.2012 [↑]

5.  G. Kamiske et al.: Qualitätsmanagement von A bis Z, München 2008 [↑]

6.  Portfolioanalyse. http://www.proagtiv.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=sobi2Details&catid=0&sobi2Id=63&Itemid=89 Stand: 13.05.2012 [↑]