Beziehungsdiagramm

(siehe auch Relationendiagramm)

Dieses Diagramm zeigt die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung einzelner Faktoren. Zunächst wird ein Pfeil von einer Idee, welche die Ursache für eine andere Idee ist, gezogen. Dann wird wiederum ein Pfeil von dieser Idee zu einer weiteren gezogen. Teams können selbst bei komplexen Situationen die Ursache- und Wirkungsbeziehungen genau identifizieren, analysieren und klassifizieren. Faktoren die überwiegend auf sich selbst gerichtete Pfeile haben, verkörpern Auswirkungen. Faktoren hingegen die überwiegend von sich weg gerichtete Pfeile haben, sind Ursachen.

Anwendung

1. Definieren Sie zunächst das Problem, mit dem Sie sich beschäftigen möchten. Besprechen Sie es und einigen Sie sich bezüglich der endgültigen Formulierung. Legen Sie diese schriftlich, für alle Teammitglieder klar verständlichen fest. Wenn notwendig verwenden Sie ein Affinitätsdiagramm für die Definition. Ihr Team sollte möglichst klein gehalten werden, maximal drei bis sechs Mitglieder.

2. Generieren Sie, etwa mit Hilfe von Brainstorming oder anderen Techniken, möglichst viele Ideen, Gedanken und Faktoren und schreiben Sie diese auf Post-it™ Kärtchen. Richten Sie die Karten in Form eines großen Kreises aus, lassen Sie dabei aber genügend Platz für Pfeile. Markieren Sie jede Karte mit einer Zahl oder einem Buchstaben um später einfacher Bezug darauf nehmen zu können.

3. Suchen Sie nun bei allen Kärtchen nach Ursache- und Wirkungsbeziehungen und zeichnen Sie die entsprechenden Beziehungspfeile ein, entscheiden Sie gleichzeitig über die Pfeilrichtung. Der weg gerichtete Pfeil repräsentiert die Ursache, der zum Kärtchen gerichtete Pfeil repräsentiert die Wirkung. Zeichnen Sie ausschließlich einfach gerichtete Pfeile.

4. Überprüfen Sie nun Ihr Beziehungsdiagramm auf Vollständigkeit, sowie logische Ursache- und Wirkungsbeziehungen. Wenden Sie sich hierfür ruhig auch an neutrale Personen die nicht Ihrem Team angehören. Anschließend vervollständigen Sie gegebenenfalls Ihr Beziehungsdiagramm.

5. Bewerten Sie nun die Struktur Ihres Beziehungsdiagramms, ziehen Sie Folgerungen daraus und legen Sie entsprechende Maßnahmen fest.[1] 

Beispiel

Vorteile und Nachteile

Vorteile

Es können komplizierte Zusammenhänge dargestellt werden. Ursachen werden gewichtet und es kann ein Konsens zwischen ihnen hergestellt werden.

Nachteile

Bei zunehmender Komplexität leidet die Übersichtlichkeit und die Wertung der Ursachen ist subjektiv.[2] 

 

Quellennachweise

1.  http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool2, 21.04.2012 [↑]

2.  http://www.proagtiv.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=sobi2Details&catid=0&sobi2Id=97&Itemid=89, 14.05.2012 [↑]