Baumdiagramm

Das Baumdiagramm hilft sehr allgemeine Ziele graphisch in mehrere Ebene zu unterteilen, dadurch gelingen detailliertere Zielformulierungen. Es wird zur systematischen Analyse von Problemstrukturierungen angewandt. Durch die Analyse in verschiedenen Ebenen, wird das Ziel oder Thema immer genauer untersucht. Es kann mehr Ordnung in die unterschiedlichen Lösungswege gebracht und diese aufeinander abgestimmt werden.[1] 

Beschreibung

Zunächst wird das Ziel beziehungsweise Thema als Überschrift des Baumdiagramms formuliert, dies kann auch ein ganzer Satz sein. Die Überschrift kann auf ein Kärtchen notiert werden, dabei sollte auf Leserlichkeit und Verständlichkeit geachtet werden, und dann an einer Tafel oder einem Flip-Chart befestigt werden.[2] 

Ist die Überschrift erstellt, folgt der nächste Schritt, man beginnt mit der Erstellung von Ebenen. Man beginnt mit der ersten Ebene und sucht auch für diese zunächst einen Titel. Bei der Erstellung der ersten Ebene findet sich meist eine Auflistung von Ursachen, Tätigkeiten und Prozessen, die das Ziel beziehungsweise zu lösende Problem betreffen. Der ersten Ebene folgen also weitere Ebenen, für die jeweils Titel erarbeitet werden müssen. Bei jedem Titel sollte das Team sich fragen: “Wie können wir unser Ziel erreichen?“. In der Regel kommt man so auf etwa 3 bis 4 Ebenen, allerdings hängt dies natürlich hauptsächlich vom Thema ab. Die unterste Ebene sollte solche Maßnahmen enthalten die direkt umgesetzt werden können.
Beenden sollte man die Unterteilung in Ebenen, wenn die Maßnahmen oder Aufgaben auch delegiert werden können oder aber das Fachwissen der Teammitglieder übersteigt.[3] 

Die Ebenen und Untergliederungen werden ebenfalls auf Kärtchen notiert und an die entsprechende Stelle an der Tafel geheftet. Ein Baumdiagramm kann entweder von links nach rechts oder von oben nach unten aufgebaut werden. Ist dies geschehen, sollte das Diagramm noch einmal auf seine Vollständigkeit und Logik überprüft werden. Hierbei kann auch auf externe Hilfe zurückgegriffen werden.[4] 

Ist alles überprüft und gegebenenfalls verbessert, ist die Erstellung des Baumdiagramms abgeschlossen. Nun kann die Struktur des Diagramms bewertet werden, hierbei werden zum Beispiel die wichtigsten Aufgaben oder Maßnahmen gesondert markiert und Folgerungen aus dem Diagramm gezogen.[5] 

Beispiel


Beispiel für ein Baumdiagramm [6] 

Vorteile und Nachteile

Vorteile

Ein Vorteil des Diagramms ist die universelle Einsetzbarkeit und die festgelegte Vorgehensweise, durch diese werden weniger Lösungsansätze übersehen. Außerdem kann man die Abhängigkeiten der einzelnen Aufgaben erkennen.[7] 

Nachteile

Ein Nachteil ist, dass man die Herkunft der verschiedenen Punkte beziehungsweise Aufgaben nicht immer direkt erkennen kann. Ebenso nachteilig ist, dass zeitliche Abhängigkeiten nicht berücksichtigt werden. Auch kann ein Baumdiagramm sehr aufwendig sein und sehr viel Platz einnehmen, da man in immer weitere Ebene untergliedert.

 

Quellennachweise

1.  Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

2.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/baumdiagramm-271617.html Stand: 13.05.2012 [↑]

3.  Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

4.  Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

5.  Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

6.  G. Kamiske et al.: Qualitätsmanagement von A bis Z, München 2008 [↑]

7.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/baumdiagramm-271617.html Stand: 13.05.2012 [↑]