Affinitätsdiagramm

Das Affinitätsdiagramm dient der Generierung, Zusammenfassung und Unterteilung von Informationen in art- und sinnverwandte Gruppen.[1]  Es wird versucht eine Struktur in die Vielzahl der Ideen, Meinungen und Fakten zu bringen, um mehr Übersicht und Ordnung zu erlangen. Die kreative Phase verläuft hierbei nach den Regeln des Brainstormings.[2] 

Beschreibung

Zu Beginn wird das Problem beziehungsweise Thema durch das Team, in einem aussagekräftigen und verständlichen Satz beschrieben.

Nun folgt die kreative Phase, diese verläuft nach den Regeln des Brainstormings. Es werden Ideen, Meinungen, Gedanken und Fakten gesammelt und notiert. Hierbei sollte wiederum auf die Verständlichkeit, Leserlichkeit und Übersichtlichkeit der Umschreibung der Beiträge geachtet werden, es können zum Beispiel Kärtchen genutzt werden, auf denen jeweils eine Idee notiert wird. Es sollten möglichst ganze Sätze verwendet werden, also keine Schlagworte oder Stichpunkte. In der Regel kommt man so auf um die 50 Ideen für ein Affinitätsdiagramm, natürlich können auch mehr zustande kommen.[3] 

Anschließend werden die notierten Beiträge eingesammelt, gemischt, nacheinander vorgetragen und dann an einer Tafel oder einem Flip-Chart befestigt, diesen Teil kann ein dafür bestimmter Moderator des Teams übernehmen. Dabei sollte nun in Gruppen unterteilt werden, denen man die einzelnen Ideen zuteilen kann. Es können zwischen 5 und 10 Gruppen gebildet werden. Bei der Zuordnung sollte nicht lange diskutiert werden sondern eher nach Gefühl gehandelt werden. Ideen die sich in mehreren Gruppen wiederfinden, können kopiert werden und so mehrmals aufgeführt werden. Sind Gruppen zu groß kann man versuchen diese noch einmal in Untergruppen zu teilen. Die Phase der Sortierung ist dann beendet, wenn jedes Teammitglied mit der Unterteilung einverstanden ist.[4] 

Die Gruppen brauchen nun Überschriften, die die Inhalte der Kärtchen der einzelnen Gruppe am besten beschreiben. Auch hierbei sollten ganze Sätze benutzt werden, also eine richtige Beschreibung, da einzelne Schlagworte nicht immer alle Informationen der Gruppe zum Ausdruck bringen können.[5]  Die Überschriften werden auch auf Kärtchen notiert und zu der entsprechenden Gruppe geheftet. Auch hier besteht die Möglichkeit, falls noch nicht geschehen, sehr große Gruppen noch einmal zu untergliedern. In dieser Phase sollte sich das Team genügend Zeit nehmen und durchaus diskutieren, damit möglichst keine Idee oder Sichtweise verloren geht.[6] 

Im Folgenden wird das endgültige Affinitätsdiagramm erstellt, hier bietet es sich an das Diagramm direkt an der Tafel zu bilden, indem man einfach Rahmen um die einzelnen Gruppen zieht. Das fertige Affinitätsdiagramm stellt nun durch jede Gruppe Lösungsansätze und Blickwinkel zum betreffenden Problem oder Thema dar.[7] 

Das Diagramm kann nun besprochen und interpretiert werden, und es können weitere Maßnahmen getroffen werden.

Beispiel


Beispiel für ein Affinitätsdiagramm [8] 

Vorteile und Nachteile

Vorteile

Vorteile des Affinitätsdiagramms sind die Möglichkeit eine große Anzahl an Ideen zu sammeln, es werden also alle Meinungen berücksichtigt, und die Übersichtlichkeit des fertigen Diagramms. So kann auch bei einer zunächst unüberschaubaren Menge von Ideen und Meinungen, eine Struktur gebildet werden und damit das Problem verdeutlicht sowie die einfachere Beurteilung gewährleistet werden.[9] 

Nachteile

Nachteile des Diagramms bestehen zum einen in der Notwendigkeit eines erfahrenen Moderators sowie der nötigen Erfahrung der Teammitglieder selbst. Bei dieser Methode gilt außerdem je höher die Komplexität desto schwieriger die Zusammenfassung und Zuordnung der Beiträge, auch ist zu bedenken, dass ein subjektives Ergebnis zustande kommt.[10] 


 

Quellennachweise

1.  Das Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

2.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/affinitaetsdiagramm-271605.html Stand: 13.05.2012 [↑]

3.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/affinitaetsdiagramm-271605.html Stand: 13.05.2012 [↑]

4.  Das Affinitätsdiagramm. http://www.prolisa.de/prozessfitness/tde129.html#tool3 Stand: 13.05.2012 [↑]

5.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/affinitaetsdiagramm-271605.html Stand: 04.05.2012 [↑]

6.  G. Kamiske et al.: Qualitätsmanagement von A bis Z, München 2008 [↑]

7.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/affinitaetsdiagramm-271605.html Stand: 13.05.2012 [↑]

8.  Affinitätsdiagramm. http://www.qz-online.de/qualitaets-management/qm-basics/artikel/affinitaetsdiagramm-271605.html Stand: 13.05.2012 [↑]

9.  Affinitätsdiagramm. http://www.proagtiv.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=sobi2Details&catid=6&sobi2Id=69&Itemid=89 Stand: 13.05.2012 [↑]

10.  Affinitätsdiagramm. http://www.proagtiv.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=sobi2Details&catid=6&sobi2Id=69&Itemid=89 Stand: 13.05.2012 [↑]