Netzplantechnik

Das Netzplandiagramm ist ein sehr anschauliches Diagramm um eine gute Übersicht über einen Prozessablauf zu bekommen. Die Netzplantechnik ist in Großprojekten meist unverzichtbar. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei den Projektwerkzeugen unter Netzplan. [1] 
Eingesetzt wird das Netzplandiagramm hauptsächlich in der Terminplanung und –steuerung. Es wird bei Projekten, vor allem aber bei "Investitionsvorhaben im Maschinen- und Anlagenbau und im Bauwesen, sowie bei Forschungs und Entwicklungsvorhaben für großtechnische Systeme, in der elektrotechnischen und der chemischen Industrie“ eingesetzt.[2] 

Vorteile des Netzplandiagramms

  • sie zwingt einen alle Projektdetails zu beachten
  • ermöglicht eine übersichtliche Darstellung
  • man kann den Ablauf sehr schnell erfassen
  • wird durch eine Vielzahl von Softwareprogrammen unterstützt
  • weisen auf Engpässe hin und ermöglichen es den Kritischen weg zu bestimmen[3] 

Nachteile des Netzplandiagramms

  • bei sehr großen Prozessabläufen mit vielen Abhängigkeiten der einzelnen Prozessschritte kann der Netzplan sehr groß werden
  • die Netzplantechnik ist ein etwas aufwendiges Instrument, das meist Schulung benötigt um es sinnvoll einsetzen zu können
  • bei einer zu großen Detailierung kann dieses Instrument einengend auf die Teammitglieder wirken
  • genauso gilt ein zu grober Plan gibt es keine sinnvollen Erkenntnisse über den Ablauf des Prozesses
  • Oftmals gibt es mehrere sinnvolle Möglichkeiten für die Prozessdarstellung, was zu einer nicht eindeutigen Lösung führen kann[4] 

Darstellung:

Ausgangpunkt ist ein Projektstrukturplan.
„Der Projektstrukturplan (PSP) (engl.: work breakdown structure; abgekürzt: WBS) ist eine Gliederung des Projekts in planbare und kontrollierbare Teilaufgaben. Im Rahmen des PSP wird das Projektziel in Arbeitspakete/Teilaufgaben (engl. work packages) zerlegt und die Beziehung zwischen den Arbeitspaketen beschrieben. Der Projektstrukturplan stellt die Projektleistung (Projektaufgabe) graphisch in einem Baum dar und ist die Basis für die Aufwandsschätzung sowie Ablauf-, Termin- und Kostenplanung."[5] 
Ein Netzplan besteht aus Pfeilen und Knoten die in einer logischen Reihenfolge miteinander verknüpft sind.

Abb.1:Grundformen der Darstellungselemente [6] 
Da Prozessvorgänge nicht in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden können ist es notwendig eine Ablaufanalyse durchzuführen.[7] 

Ergebnis dieser Analyse ist die Erkenntnis, welche Ablaufschritte abgeschlossen sein müssen bevor ein neuer beginnen kann bzw. welche Abläufe durch eine logische Schlussfolgerung zuerst begonnen werden sollten.

Beispiel für die Seminarvorbereitung

BeispielNetzplan
Abb. 2 Beispiel eines Netzplanes[8] 

 

Quellennachweise

1.  vgl. Seibert,Siegfried: Technisches Management: Innovationsmangement, Projektmanagement, Qualitätsmangement / Stuttgart: Leipzig Teubner, 1998 S.77. [↑]

2.  vgl. Seibert,Siegfried: Technisches Management: Innovationsmangement, Projektmanagement, Qualitätsmangement / Stuttgart: Leipzig Teubner, 1998 S.372. [↑]

3.  vgl. Seibert,Siegfried: Technisches Management: Innovationsmangement, Projektmanagement, Qualitätsmangement / Stuttgart: Leipzig Teubner, 1998 S.372. [↑]

4.  vgl. Bea, Franz /Scheurer, Steffen / Hesselmann, Sabine: Projektmanagement Lucius & Lucius Stuttgart. 2008, S.182. [↑]

5.  Anonym: Projektstrukturplan. URL: http:de.wikipedia.org/wiki/Projektstrukturplan#Definition zuletzt aufgerufen am 26.04.2012. [↑]

6.  DIN 69900:2009-01 Artikel 4.4.2.1 [↑]

7.  vgl. Seibert,Siegfried: Technisches Management: Innovationsmangement, Projektmanagement, Qualitätsmangement / Stuttgart: Leipzig Teubner, 1998 S.374 f. [↑]

8.  vgl. Seibert,Siegfried: Technisches Management: Innovationsmangement, Projektmanagement, Qualitätsmangement / Stuttgart: Leipzig Teubner, 1998 S.76. [↑]